Der androgyne Look

Der androgyne Look

Ich bin Anna, 29 Jahre alt, aus Berlin. In der Hauptstadt ist viel los und einiges ist möglich, frei nach dem Motto: „If you can’t make it in Berlin, you can’t make it anywhere“. Hier ist jeder ein Künstler und natürlich wohne auch ich im „dicken B“, um mich im Showbiz zu profilieren, als Model (Berlin Fashion Week). Letztens hatte ich ein semi-professionelles Shooting. Es hat Spaß gemacht, eigentlich ist es Amateur-Modeln, aber ich habe Geld dafür bekommen. Das Thema des Foto-Shootings, das von einer seriösen Model-Agentur vermittelt wurde, war: der androgyne Look.

„Ohne den kleinen Unterschied macht die ganze Gleichheit keinen Spaß.“ (Unbekannt)

Persönlichkeiten: Kate Moss, Marlene Dietrich

Das Liebäugeln mit der Androgynität und die Lust, weibliche und männliche Grenzen zu vermischen, stecken in „fast“ jeder modernen Frau und können sehr apart und sexy wirken. Dieser Look entspricht dem Archetyp der Amazone. Grundvoraussetzung für eine knabenhafte Erscheinung ist entweder der passende Körperbau – schmal und zierlich – ohne ausladendes Becken oder üppigem Busen. Dieser Look betont nicht nur das Maskuline, sondern das androgyne und die jugendliche Frische einer unausgereiften Erscheinung. Die zweite Variante verstärkt durch das Styling maskuline Aspekte einer ausgereiften Persönlichkeit.

Zweifellos wirkt eine Frau im klassischen Nadelstreifenanzug am Abend trotz ihres maskulinen Auftretens überaus sexy. Doch der Garconne-Look muss nicht immer im klassischen Stil als Hosenanzug getragen werden. Im Prinzip betonen alle geraden Schnitte und alle von Männern getragenen Kombis diesen Look. Jeans und T-Shirt sind die gängigste Variante, Tank-Top und Worker-Jeans eine jugendlich freche Spielart.
Auch die meisten sportlichen Outfits entsprechen diesem Stil. Die aktuelle Mode bietet eine breite Palette an Unisex-Modellen an, die gleichermaßen von Männern und Frauen getragen werden können. Wichtig ist, die Taille und den Busen nicht zu sehr zu betonen, denn diese Merkmale sind typisch weiblich. Hüftig geschnittene Hosen, schmale Blusen, T-Shirts oder hüftlange Pullover unterstreichen die zarte Silhouette. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Outfit nicht zu auffällig ist, da man extravagante Kleidung immer mit einem weiblich-raffinierten Erscheinungsbild assoziiert – und gerade das sollte der androgyne Lok nicht sein. Frauen, die eine gerade Körperform haben (möglicherweise auch einen breiten Rücken) werden sich in diesem Look ganz besonders wohlfühlen. Ihnen passt Kleidung mit einem auffälligen Dekolleté oder einer betonten Taille nicht. Wenn maskuline beziehungsweise androgyne Frauen femininer wirken wollen, dann können sie das durch eine fließende Silhouette, weiche Stoffe oder den Layer-Look erzielen. Auch lange Röcke stehen diesem Frauentyp außerordentlich gut. Frauen mit sehr weiblichen Rundungen können den androgynen Look nicht überzeugend darstellen, allerdings durch männliche Kleidungsstücke wie einen grauen Hosenanzug, maskuline Schuhe und Accessoires ihren Look in diese Richtung akzentuieren.

Do: dezente Schulterpolster, schwere oder maskuline Stoffe wie Baumwolle, Wollstoffe, Tweed oder Nadelstreif, steige Hightech-Materialien, Leder, Blusen beziehungsweise Hemden, Hosen

Don’t: Hotpants, breite Gürtel, Blumenprints, Spitze, transparente, weich fallende oder feminine Stoffe (Seide, Jersey, Organza)

Accessoires: Der androgyne Look kann durch die passenden Accessoires sehr gut akzentuiert werden. Hüte und Kappen kaschieren beispielsweise eine allzu feminine Frisur und wirken im Übrigen außerordentlich apart.

Bericht von Anna, 29 Jahre alt, aus Berlin

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